Fundament

Worauf die Räume stehen – Theorie, die trägt, und ein Modell, das mitwächst.

Schicht antippen: Jede trägt einen Teil des Ganzen. Ganz unten liegt die metatheoretische Klammer.

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Worum es geht

Ich erforsche, unter welchen Bedingungen Menschen in digital geprägten Bildungsräumen handlungsmächtig werden – und gestalte und untersuche solche Räume selbst.

Ziel ist eine empirisch fundierte Bildungstheorie des handlungsmächtigen Subjekts in der Kultur der Digitalität. Partizipative Bildungs- und Erfahrungsräume werden im Design-Based Research gestaltet, untersucht und zu Gestaltungs- und Strukturprinzipien verdichtet.

Die Leitfrage meiner Habilitation

Unter welchen Bedingungen entstehen , in denen (Kinder – Studierende – Lehrkräfte) entwickeln und sich digitale Bildungstechnologien sowie deren Voraussetzungen und Mensch-Technik-Verhältnisse ?

Hervorgehobene Begriffe antippen, um sie zu öffnen.

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Das handlungsmächtige Subjekt

Heuristisches Modell aus dem Habilitationsprojekt, gelesen von innen nach außen. Giddens’ Verhältnis von Subjekt und Struktur bildet die metatheoretische Klammer; der Möglichkeitsraum wird im Anschluss an Foucaults Heterotopie-Konzept konturiert.

Drei Funktionen des Modells

Die Teilstudien schärfen seine Relationen und Dimensionen. Zwei Stellen sind ausdrücklich im Werden und im Modell markiert: die Kinderperspektive und Resonanz als relationale Qualität.

Gestaltet und erforscht wird dabei der Möglichkeitsraum: Er ist Gegenstand des Designs, der Forschung und des Re-Designs.

Der Geltungsanspruch ist bewusst heuristisch: empirisch plausibilisiert und formativ evaluiert, nicht abschließend validiert. Eine erste Fassung erschien in der Monografie „Kultur der Digitalität = Kultur der Partizipation?!“ (Autenrieth & Nickel 2024).

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Möglichkeitsraum

Im Anschluss an Foucault ist der Möglichkeitsraum ein „anderer Ort“: institutionell gerahmt, aber kein regelfreier Schonraum. Hier wird erfahrbar, dass vertraute Rollen, Regeln und Deutungsmuster auch anders sein könnten. Er schafft Distanz zum Gewohnten – und Raum, andere Rollen einzunehmen, Praktiken zu erproben und die Bedingungen des eigenen Handelns zu reflektieren.

Wie bei Foucaults Spiegel greifen realer und virtueller Ort ineinander: Die Räume dieser Website verbinden physische und digitale Anteile und bringen eine eigene soziale und pädagogische Ordnung hervor.

KI als Partnerin

KI kann über die bloße Nutzung hinausweisen, wenn sie als Interaktions-, Reflexions- und Gestaltungspartner eingebunden wird.

Über Raum und Zeit

Digitale und KI-gestützte Arrangements ermöglichen raum- und zeitübergreifende Kommunikation, Kollaboration und responsive Lernumgebungen.

Bedingungen mitbestimmen

Offen ist, wie weit die Beteiligten die Bedingungen solcher Interaktionen mitbestimmen, prüfen und mitgestalten können.

Drei Gestaltungsperspektiven – theoretische Orientierungspunkte, keine bereits überprüften Hypothesen.

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KI-Meta-Modell

Das KI-Meta-Modell nimmt KI multiperspektivisch in den Blick: als technischen, pädagogischen, ethischen, gesellschaftlichen und gestaltungsbezogenen Gegenstand. Es greift die Perspektiven des Frankfurt-Dreiecks auf und erweitert sie um eine Metaebene der Verantwortungsmacht. Entwickelt von Daniel Autenrieth und Stefanie Nickel.

Mündigkeit Informatik Ethik Divergentes Denken Handlungs- & Urteilsfähigkeit Verantwortungsmacht technologische & mediale Strukturen & Funktionen gesellschaftliche & kulturelle Wechselwirkungen Nutzungsweise Analyse Reflexion Gestaltung KI

Interaktive Darstellung nach Autenrieth & Nickel: Das KI-Meta-Modell (technik-education, 2023) und Mensch, KI und Bildung im Spiegel philosophischer und medienpädagogischer Reflexion (Medienimpulse, 2025).

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Forschen im Zyklus

Design-Based Research verbindet die Entwicklung pädagogischer Praxis mit wissenschaftlicher Erkenntnis. Der besondere Akzent: Das Re-Design richtet sich auf den Möglichkeitsraum selbst – auf Regeln, Ressourcen, Rollen, Entscheidungsspielräume und Beteiligungsformen, nicht nur auf einzelne Aufgaben.

Ausgangspunkt ist ein konkretes Problem der Bildungspraxis und der Kontext, in dem es sich stellt.

Ergänzt wird Design-Based Research um partizipative Forschung, Aktionsforschung, ethnografische Zugänge, qualitative Inhaltsanalyse und quantitative Verfahren.

Drei Forschungszusammenhänge

Weitere Räume öffnen das Feld: In Re:Wir gestalten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihren Ort selbst mit; Distanzunterricht und Doing Time fragen nach Raum und Zeit des Lernens. Publikationen und Vorträge: stefanie-nickel.com